Hah, das war wohl nix. Ganz leichtsinnig habe ich auf meine Nähliste für die Winter Capsule Wardrobe noch ein Latzkleid aus Cord gesetzt, das ich schon in der letzten Wintersaison so schön fand. Ich dachte mir beim Blick auf die technische Zeichnung, dass es ein schnelles Projekt sein könnte, das ich diese Saison sicherlich noch umsetzen könnte.

Warum das schnelle Latzkleid doch nicht so schnell genäht war

Schnitt gekauft, Stoff aus dem Lager geholt und schnell hingesetzt um alles zuzuschneiden, damit ich das Kleid am Tag darauf nähen kann. Erst zu diesem Zeitpunkt fiel mir auf, dass dieses Kleid innen komplett gefüttert werden soll. Es folge eine kurze Schockstarre. Nicht nur, dass ich bisher noch nie ein gefüttertes Kleidungsstück genäht habe – ja, wirklich nicht. Ich hatte auch gar keinen Futterstoff gekauft. Es war vielleicht nicht ganz so geschickt, sich die Nähanleitung erst zu diesem Zeitpunkt genauer anzusehen. Anfängerfehler.

Ein Zurück gab es nicht mehr. Denn in unserem Podcast, den Schnittduett-Dialogen habe ich das Kleid schon angeteasert und ich würde es ganz sicher nicht von der Liste streichen. Also habe ich kurzerhand mit dem Zuschnitt des Außenstoffes begonnen und habe am Tag darauf Futterstoff gekauft. Da sich aus dem Nähmaschinenflitzer ohnehin schon eine Schnecke entwickelt hat, habe ich mir letztendlich richtig viel Zeit genommen und auch den Saum von Hand gesäumt.

Mein genähtes Latzkleid im Detail

Ich habe mich für bordeauxroten Cord als Außenstoff entschieden. Bordeauxrot ist in meiner Capsule Wardrobe eine Akzentfarbe und findet sich auch schon im Stoff für meinem Blumenkleid wieder. Für das Futter habe ich ein leichtes Polyester-Gewebe verwendet. Etwas untypisch für mich da ich eigentlich versuche, Polyesterstoffe vermeiden. Hätte ich etwas länger recherchiert, hätte ich vermutlich auf eine leichte Viskose zurück gegriffen. Seide ist eine weitere mögliche Variante für Futterstoff, aber auch hier bin ich nicht 100%ig überzeugt, was die Art der Produktion angeht. Mal ganz abgesehen vom Preisaspekt für den ersten Futter-Nähversuch. So blieb letztlich nur der Griff zum Polyesterstoff. Zum Thema Futterstoffe werde ich mich noch etwas einarbeiten. 

Der Schnitt ist das Dani Pinafore von Seamwork. Ein locker sitzendes Latzkleid mit tiefem V-Ausschnitt. Im Vorderteil hat es kleine Abnäher, die das Kleid etwas auf die Figur anpassen und hübsche Akzente setzen. Es ist gerade so locker geschnitten, dass es leicht über den Kopf angezogen werden kann. Und jetzt kommt das Beste am Kleid: Es hat Taschen! Ich liebe es, wenn Kleidungsstücke Taschen haben.

 

Passend zum Kleid habe ich mir noch einen schwarzen Basicrolli genäht, den ich euch auf dem Blog auch noch vorstellen werde. Allerdings gefällt mir das Outfit mit einem geringelten Oberteil noch etwas besser. Hier trage ich meinen genähten Body, den ich euch hier bereits in Kombination mit meinem Plisseerock gezeigt habe.

Du möchtest Dein eigenes Cordkleid nähen?

Hier habe ich Dir das Material verlinkt, das Du im Rapantinchen-Shop findest. Alle zusätzlichen Materialien findest Du noch einmal in der Liste darunter.

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