Die Lieblingsjeans stirbt. Sie geht Stück für Stück von mir. Angefangen hat es am Knie. Der Stoff wurde langsam immer fusseliger und dünner. Da bekam ich schon die ersten Anzeichen von Panik denn ich HASSE Jeans kaufen. Ich hasse es wirklich. Was habe ich schon für ein Geld ausgegeben für schlecht sitzende Jeans. Oder Jeans, die nur einen Tag lang sitzen und dann völlig aus der Form geraten. Glück hat man noch, wenn sie die Form nach dem Waschen wieder bekommen, manchmal bleiben aber die Beulen und man sieht aus als hätte man Knie wie ein Kamel. Genauso schlimm wie Jeans kaufen finde ich BHs kaufen. Aber das führt jetzt zu weit. Es ging schließlich um meine Hose, die mir vom Körper fällt (Jetzt muss ich aufpassen, dass ich die thematische Kurve noch bekomme…)

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Spitze. Ich habe auf dem Flohmarkt mal gaaanz viel grobe Sptitze gekauft. Und als ich eines Tages aus irgendeinem Grund in die Knie gegangen bin, machte es *krrrzzzzz*, die Jeans hatte einen „Lüftungsschlitz“ und ich wusste endlich, was ich mit der Spitze machen kann.

Den Schlitz habe ich kurzerhand etwas größer geschnitten, sodass er ein Loch wurde, etwas kleiner nur als die Spitze, die ich dahinter nähen wollte. Dann: Hose auf links gedreht, auf das Loch die Spitze gelegt, auf die Spitze ein Stück Vlies für Applikationen (z.B. von Vliesofix von Freudenberg) und auf das Vlies einen passenden Stoffschnipsel in Jeans oder irgendein anderer Stoff.

Spitzenjeans 1

Alles zusammen gebügelt und dann den Nahttrener zur Hand genommen. An der Außenseite habe ich die Jeansnaht in Kniehöhe aufgetrennt, dann die Applikation 1-2 Runden mit dem Zickzack-Stich fixiert und am Ende die Seitennaht wieder geschlossen. Jetzt kann ich meine Lieblingsjeans wieder tragen. Bis auf weiteres, denn das gibt es schon so ein paar dünne Stellen. Gut, dass ich noch ganz viel Spitze habe.

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Das war mein Beitrag zum Donnerstags-RUMS. Mehr gibt es hier zu sehen.

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