In regelmäßigen Abständen wird es hier ein kleines Kaffeekränzchen geben, bei dem etwas aus dem Nähkästchen geplaudert wird. Ich möchte euch Nähblogs vorstellen, die mir besonders am Herzen liegen. Dabei ist es ganz egal, ob es Nähanfänger sind oder Bloggerinnen, die das Nähen gelernt haben. Ob bekannte oder unbekannte Blogs. Hauptsache es geht um Nadel und Faden.

Plauderei-Titel

Caro hat einen Blog. Aber der ist dieses Mal gar nicht der Mittelpunkt. Sondern eher ihr Shop. Denn dort verkauft sie ihre genähten Portemonnaies und Clutches, bei deren Anblick ich ehrfürchtig erstarre. SO genau, akkurat, in tollen Farben und Designs. Mein Lieblingsdesign sind immer wieder die Vögel. Am liebsten im Zusammenspiel mit Leder. Jedes Mal, wenn sie auf Instagram ihre neuesten Werke zeigt, suche ich nach einer etwas krummen Naht. Oder vielleicht einem wiiiiinzigen Fehler im Stich. Oder ein nicht ganz perfekt eingesetzter Verschluss. NICHTS! Hach, ich warte ja immernoch, dass meine Geldbörse den Geist aufgibt, denn die nächste ist auf jeden Fall eine von Einzigartig. Ich freue mich, dass Caro mir meine 5 Fragen beantwortet hat.

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1. Wie lange nähst Du schon und wie bist Du darauf gekommen einen Blog zu schreiben?

Ich nähe nun eigentlich seit ich 16 Jahre bin – also seit fast 14 Jahren! Ich habe damals meine Ausbildung zur Erzieherin an einer Privatschule begonnen. Privatschulen dürfen sich immer ein Steckenpferd aussuchen welches sie als Fach anbieten wollen (und was sie von anderen unterscheidet). Das war bei mir ausgedehnter Werk- und Textilunterricht. Anfangs ein Graus!! Ich hatte keinerlei Vorkenntnisse und ehrlich gesagt auch kein Bock als Basteltante im Kindergarten zu versauern ;) Die Jahre vergingen und ich machte in meiner Abschlussprüfung eine komplette Holzwiege mit Patchworkdecke, Betthimmel und Matratze.

Nach der Ausbildung waren erstmal andere Dinge wichtiger, aber 2009 kam ich dann durchs Surfen im Internet auf einen Nähblog. Bääääm! Nähma rausgekramt und endlich mal wieder genäht. Relativ fix musste dann auch ein Blog her. Der existiert also nun seit Januar 2010 (uhhhh 5 jähriges!!!). Damals war man noch recht neu und alleine auf weiter Flur. Es gab nicht viele Blogger. Man lernte sich durchs kommentieren kennen, tauschte sich aus, versank in anderen Blogs.

2. Woher hast Du Deine erste Nähmaschine bekommen und mit welcher Maschine nähst Du heute?

Meine erste Nähmaschine war eine Viktoria irgendwas. Nichts großes, ich brauchte sie nur für die Prüfung und bekam sie von meiner Schwester. Relativ schnell habe ich dann eine kleine Brother gekauft. Mittlerweile nähe ich auf einer Janome MC 5200 und einer alten Pfaff 260 Automatik.

3. Auf welches genähte Unikat bist Du besonders stolz?

Meine Decke! Ich habe sie vor genau einem Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr genäht. Ich liebe die Stoffe immernoch. Die Farben wirken zusammen so toll und es kuschelt sich so wunderbar in ihr! Sie ist 2m x 1,4m. Aber auch so bin ich eigentlich auf alle meine genähten Sachen stolz. Auf ein Produkt auf welches ich nicht stolz wäre, würde nicht das Haus verlassen.

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4. Was würdest Du gerne einmal nähen, traust Dich aber noch nicht ran?

Es hat nichtmal was mit „rantrauen“ zu tun, sondern ist immer eher ein Zeitproblem. Ich glaube gerade wir, die im handmade-Bereich unterwegs sind, sollten sich an alles rantrauen und versuchen. Wir können was mit unseren Händen gestalten, schaffen! Da sollen es beim Mut nicht aufhören. Ich würde also gerne mein Brautkleid selber nähen. Ich denke aber es wird an der Zeit scheitern… Kaufen geht da meistens schneller ;) aber wenn ich es kaufen sollte, dann auch Handmade von den Nonis! Ich liebe ihre Kleider und fertige für sie Clutches an.

5. Welches Nähutensil möchtest Du nicht missen?

Hm, das ist eine schwierige Frage. Eigentlich möchte ich nichts missen. Dumm dastehen würde ich aber wohl ohne meine Wendenadel und iPhone. Ich benutze die Wendenadel nicht oft, aber wenn ich etwas friemeliges wenden muss dann nur mit Nadel. Ohne mein Telefon wäre ich wohl selbst beim Nähen aufgeschmissen: keine Musik, keinen kleinen Teaser zwischendurch, kein Instagram – puhh, schreckliche Vorstellung – ich höre lieber auf!

Vielen Dank für das nette Interview, Caro!