In regelmäßigen Abständen wird es hier ein kleines Kaffeekränzchen geben, bei dem etwas aus dem Nähkästchen geplaudert wird. Ich möchte euch Nähblogs vorstellen, die mir besonders am Herzen liegen. Dabei ist es ganz egal, ob es Nähanfänger sind oder Bloggerinnen, die das Nähen gelernt haben. Ob bekannte oder unbekannte Blogs. Hauptsache es geht um Nadel und Faden.

Plauderei-Titel

 

Annika habe ich auf der Blogst 14 kennen gelernt. Sie schreibt auf ihrem Blog Näh-Connection nicht nur über ihre Nähkünste, sondern verfolgt ein ganz besonderes Ziel: Sie möchte der deutschen Näh-Blogger-Sphäre die vielen, besonderen Näh-Blogs aus aller Welt vorstellen. Ich muss gestehen, dass ich erst dachte: 8483 deutsche Nähblogs habe ich in meiner Blogroll, wo soll ich denn nun noch Zeit für Blogs aus anderen Teilen der Erde finden?! Aber ganz ehrlich, es ist so interessant, was es da alles zu entdecken gibt. Und auf die 849 zusätzlichen Blogs kommt es nun auch nicht mehr an, oder? Selbst, wenn ihr euch nicht für die vorgestellten Blogs interessieren solltet, lohnt sich das Vorbeischauen auf Näh-Connection auf jeden Fall. Denn durch die vielen Blogs, die Annika außerhalb dieses Nähuniversums liest, zeigt sie Dinge, Stoffe, Schnitte und Ideen, die erfrischend anders sind.

Plauderei Näh-connection

 

1. Wie lange nähst Du schon und wie bist Du darauf gekommen einen Blog zu schreiben?

Ich nähe nun seit etwa 3 Jahren. Angefangen hab ich, weil wir damals in unser Haus gezogen sind und ich hier und dort einen Vorhang wollte. Tja, die fehlen noch heute, weil ich dann direkt über verschiedene englischsprachige Kindernähblogs gestolpert bin und das viel toller fand ;)
Mit dem Blog hab ich aus zwei Gründen angefangen: Zum einen hatte ich entdeckt, dass es ja auch deutsche, belgische, spanische etc. Nähblogs gibt, aber fast alle Blogger nur in ihrem „Land“ lesen, kommentieren, Inspiration suchen… Das wollte ich ein bißchen ändern indem ich Blogs aus verschiedenen Ländern vorstelle, immer mal highlights von verschiedenen Blogs poste (s. label: „weekend sewing“ auf meinem Blog) usw. Der zweite Grund war, dass es für mich als reinen Leser nahezu unmöglich war wirklich in Kontakt mit den Bloggern zu kommen. Nun, da ich seit etwas mehr als einem Jahr blogge, haben sich dagegen viele, viele Freundschaften auf der ganzen Welt entwickelt und das ist definitiv das schönste an der Bloggerei.2. Woher hast Du Deine erste Nähmaschine bekommen und mit welcher Maschine nähst Du heute?
Die erste Nähmaschine war die 27 Jahre alte Discounter-Nähmaschine meine Mutter. Damit hat sie mir und meinen Geschwistern damals schon coole (räusper) Kleidung genäht. Dann stand sie sehr lange verstaubt in einer Ecke. So nähte sie auch – deshalb musste relativ schnell eine neue bei mir einziehen :)
Jetzt ist es eine Janome DC 3018 – ich liebe sie. Und zu meinem Geburtstag ist dann noch eine W6 Overlock dazu gekommen.
So macht das Nähen noch mehr Spaß.

2. Woher hast Du Deine erste Nähmaschine bekommen und mit welcher Maschine nähst Du heute?

Meine erste Nähmaschine hab ich mir zum 30. Geburtstag gewünscht. War ne ganz einfache Aldi-Maschine, aber genau das richtige zum Ausprobieren, ob’s mir wirklich taugt. Hab damit sogar auch fleißig Jersey genäht!
Jetzt näh ich mit einer Elna 540 experience, die bis auf das leidige Problem mit den Knopflöchern meinen Ansprüchen völlig genügt. Bis vor kurzem hab ich alles damit gemacht, aber seit ein paar Wochen hab ich von meiner Freundin und Nachbarin Miriam (mirid.de) auch noch eine Toyota Overlock ausgeliehen und find’s einfach super ;)

3. Auf welches genähte Unikat bist Du besonders stolz? (hier kannst Du gerne auch ein Bild mitschicken)

Das ist einfach: Das Dirndl meiner Tochter! Im Januar hat mich zum ersten Mal jemand von einem anderen Blog (Heidi von elegance and elephants) eingeladen an einer Blogserie teilzunehmen. Bei der Serie sollte man was zu seinen „Wurzeln“ (geografisch etc.) nähen und als Bayerin war das Dirndl naheliegend. Da ich mich so gefreut hab, dass Heidi mich eingeladen hat, wollt ich das dann auch gescheit machen und bin noch immer hammerstolz auf die ganzen kleinen Details.
Plauderei Näh-connection2

4. Was würdest Du gerne einmal nähen, traust Dich aber noch nicht ran?

Hmm, ich hab letztens schon probiert meinem Mann ein Hemd zu nähen, aber das ging total in die Hose. Er war etwas über den Maßen des Schnitts und nach mehrern Probeteilen sah’s immer noch schrecklich aus. Das Projekt muss wohl nochmal hinten angestellt werden. Vielleicht pass ich den Schnitt in einem Jahr ganz problemlos an oder mach mir gleich selbst einen?

5. Welches Nähutensil möchtest Du nicht missen?

Hmm, darf ich auch mehrere?
Schon beim Schnittmuster vorbereiten gibt’s nämlich zwei ganz wichtige Sachen: Meine Minipapierschneidemaschine und Kleber. Vergesst Schere und Tesa – so geht’s viel schneller!
Außerdem freu ich mich wirklich jedes Mal wenn ich das Maßband in die Hand nehm, das ich auf der Abilmente bekommen hab: Auf einer Seite sind da nämlich cm und auf der anderen inch Maße! Da ich mehr mit englischsprachigen als mit deutschen Schnitten arbeite, ist’s einfach super, dass ich nicht ständig die Maße am Computer konvertieren muss!
Vielen Dank für das nette Interview, Annika!