In regelmäßigen Abständen wird es hier ein kleines Kaffeekränzchen geben, bei dem etwas aus dem Nähkästchen geplaudert wird. Ich möchte euch Nähblogs vorstellen, die mir besonders am Herzen liegen. Dabei ist es ganz egal, ob es Nähanfänger sind oder Bloggerinnen, die das Nähen gelernt haben. Ob bekannte oder unbekannte Blogs. Hauptsache es geht um Nadel und Faden. 

Plauderei-Titel

 

Vielleicht kennt ihr Maarika schon aus meinem Probenähteam, sie näht ganz tolle Sachen und mach wundervolle, fröhliche Fotos davon. So toll, dass sie vor kurzem sogar einen Nähwettbewerb gewonnen hat. Über ihr Hobby blogt sie auf Liivi & Liivi. Klickt euch mal durch. Der Blog ist ein wahres Nähbilderbuch. Dass sie eine furchtlose Näherin ist und keinen Nahttrenner braucht, könnt ihr unten nachlesen. Viel Spaß!

Bildschirmfoto 2014-10-26 um 07.59.26

 

 

1. Wie lange nähst Du schon und wie bist Du darauf gekommen einen Blog zu schreiben?

Zum ersten Mal genäht habe ich in der Schule, im Textiles Gestalten Unterricht der 9. Klasse – gibt es so etwas heute eigentlich noch? Am Ende des Halbjahres hatte ich (wie übrigens jeder in meiner Klasse) eine karierte Kochschürze mit Rüschen genäht und Blut geleckt. Eine AG folgte, in der ich eine Hose und eine Bluse (damals noch mit SCHULTERPOLSTERN) fabriziert habe. Danach war dann lange Schluss – es gab damals einfach keine Stoffe, die mir gefallen haben. Erst als sich in der Familie das erste Kind ankündigte habe ich den Wunsch verspürt wieder das Nähen anzufangen. Ich habe mir eine Nähmaschine gewünscht, ein Schnittmuster gekauft und die für einen Anfänger viel zu komplizierte Burda-Schnitt Hose für das Baby begonnen – diese liegt im Übrigen bis heute unfertig in der Schublade. Die Maschine stand dann 10 Jahre (!!!) im Keller – bis ich selber ein Kind bekommen habe. Ich habe einen Auffrischungskurs an der VHS gemacht, mir hübsche Stoffe gekauft (der Markt hat sich zum Glück geändert) und seither nicht aufgehört zu nähen. Das ist jetzt etwa 3 Jahre her.
Der Wunsch darüber hinaus über das Genähte zu bloggen entstand aus mehreren Gründen: zum einen gab und gibt es in meinem Umfeld niemanden, mit dem ich mich über dieses Thema austauschen kann. Die einzige Person, die mir bis heute Austauschpartnerin ist, ist weggezogen. Ein Blog schien mir ein guter Weg zu sein, sie weiterhin auf dem Laufenden zu halten. Darüber hinaus wollte ich gerne bei diversen Linkparties, Sew Alongs und auch Probenähaufrufen mitmachen – dafür war ein Blog nötig. Und Liivi&Liivi geboren! Ich bereue diesen Schritt keine Sekunde – der Austausch und Kontakt mir anderen Nähbegeisterten Menschen erfüllt mich jeden Tag mit Freude.

2. Woher hast Du Deine erste Nähmaschine bekommen und mit welcher Maschine nähst Du heute?

Wie oben erwähnt habe ich mir vor langer Zeit eine Nähmaschine von meinen Eltern gewünscht und sie irgendwann zu Weihnachten bekommen – eine Discounter Brother irgendwas, ein absolutes Anfängermodel mit 5 Stichen. Sie hat ihren Dienst getan, aber auch schnell ihre Grenzen erreicht. Jetzt nähe ich mit einer Bernina B350 und einer Discounter Singer Overlock.

3. Auf welches genähte Unikat bist Du besonders stolz? (hier kannst Du gerne auch ein Bild mitschicken)

Ich freu mich eigentlich über alles, was ich zum ersten Mal nähe und mir gelingt oder wenn mir eine Stoffkombi besonders gelungen ist oder es dem Benähten besonders gut gefällt. Zwei Dinge haben mich aber in letzter Zeit speziell mit Freude erfüllt: der Rucksack ‚Hannerl‘ von Farbenmix und meine Nosh-Mütze, die – wie ich am Wochenende erfahren habe – den Wettbewerb gewonnen hat. Ich bin immer noch ganz aufgeregt!
LIIVI&LIIVU NoshWettbewerb
LIIVI&LIIVU Rucksack

4. Was würdest Du gerne einmal nähen, traust Dich aber noch nicht ran?

Hmmm,ich glaube, dass ich mich mit der richtigen Anleitung mittlerweile an fast alles herantrauen würde – ich liebe da die Herausforderung. Ich habe viel eher Respekt vor besonderen und teuren Stoffen – wie Seide zum Beispiel.

5. Welches Nähutensil möchtest Du nicht missen?

Ich liebe meine kleine spitze Stickschere – die benutze ich für fast alles. Ich finde sie tausendmal praktischer als z.B einen Nahttrenner.
Vielen Dank für das nette Interview, Maarika!