In regelmäßigen Abständen wird es hier ein kleines Kaffeekränzchen geben, bei dem etwas aus dem Nähkästchen geplaudert wird. Ich möchte euch Nähblogs vorstellen, die mir besonders am Herzen liegen. Dabei ist es ganz egal, ob es Nähanfänger sind oder Bloggerinnen, die das Nähen gelernt haben. Ob bekannte oder unbekannte Blogs. Hauptsache es geht um Nadel und Faden. 

Plauderei-Titel

Zur Premiere hat mir Melanie von www.allesnaehbar.de meine 5 Fragen beantwortet. Ihr wurde das Nähen in die Wiege gelegt und dank der genialen Idee ihres Vaters saß sie schon mit 5 Jahren an der Nähmaschine.

Durch die jahrelange Näherfahrung wundert es sicher niemanden, dass sie ihre Schnittmuster meist selber macht. Für ihre Leser stellt sie einige davon kostenfrei auf ihrem Blog zur Verfügung. Außerdem findet man dort hilfreiche Tipps zum Thema nähen. Dank Melanie kenne ich nun endlich den Unterschied zwischen Teflon- und Rollenfüßchen und habe mit Neugier und Interesse ihre Reihe über das Nähen von Dessous verfolgt – nur das tatsächliche Nähen habe ich mich noch nicht getraut.

 

Plauderei allesnähbar

1. Wie lange nähst Du schon und wie bist Du darauf gekommen einen Blog zu schreiben?

Ich nähe schon seit meiner Kindheit, genau genommen seit meinen 5. Lebensjahr. Das Nähen wurde mir quasi in die Wiege gelegt, denn auch meine Mutter hat gerne und viel genäht, ebenso meine Oma. Für uns Kinder gab es immer selbstgenähte Kleidung. Mein Vater hat mir sogar extra einen kleinen Holzhocker in seiner Werkstatt gebaut, damit ich an den Fußanlasser der Nähmaschine kam. Dieser wurde mit doppelseitigen Klettband auf den Hocker befestigt.
Den ersten Blog habe ich schon vor vielen Jahren geschrieben. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube es war 2005. Da ich bereits seit meinem 20. Lebensjahr Nähkurse gebe, war die Ursprungsidee eine Anlaufstelle für meine Kursteilnehmer zu schaffen. Das hat sich dann nach und nach weiter entwickelt.

2. Woher hast Du Deine erste Nähmaschine bekommen und mit welcher Maschine nähst Du heute?

Meine erste Nähmaschine war von Privileg aus Vollmetal und Quitschorange. Meine Mutter hat sie mir in meine erste Wohnung mitgegeben. Bis dahin hatten wir beide damit genäht. Mit dieser Maschine habe ich die komplette Erstlingsausstattung meines Sohnes genäht, bzw. fast die komplette Ausstattung. Beim letzten Strampler hat der Motor der Maschine leider aufgegeben.
Heute nähe ich mit Leidenschaft auf verschiedenen Elna Nähmaschinen. Mein liebstes Modell ist die Elna eXellence 720. Sie hat ein robustes Metallgehäuse und näht gnadenlos alles, was ich Ihr anbiete.

3. Auf welches genähte Unikat bist Du besonders stolz?

Das ist eindeutig das Hochzeitskleid bzw. Hochzeitsoutfit meiner besten Freundin. Sie ist sehr klein (unter 1,50 m) und sehr zierlich. Ein gekauftes Kleid hätte niemals gepasst. Das Schnittmuster habe ich komplett selbst erstellt. Sogar die Unterwäsche und die Stulpen sind in meiner kleinen Nähwerkstatt entstanden.
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4. Was würdest Du gerne einmal nähen, traust Dich aber noch nicht ran?

Da gibt es ehrlich gesagt nichts. Ich habe lange überlegt, aber mir fällt wirklich nichts ein. Ich glaube dafür nähe ich schon zu lange. Aber selbst früher hätte ich es einfach versucht. Es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch ein Teil für die Tonne gehört einfach mal dazu.

5. Welches Nähutensil möchtest Du nicht missen?

Mein magnetisches Nadelkissen. Egal wo und wie die Stecknadeln landen, sie lassen sich damit problemlos einsammeln. Und Stecknadeln verteile ich immer viel und reichlich…
Ganz lieben Dank, Melanie, für das nette Interview!!