Es sollte mein Beitrag zur #12lettersofhandmadefashion werden. Ein doppellagiges Top mit feinen Spaghetti-Trägern und schönem Rückendetail. Also habe ich mich hingesetzt und einen Schnitt gezeichnet. Mich ausgemessen, den Schnitt angepasst, radiert, neu gezeichnet und schlussendlich zugeschnitten. Beim Zuschnitt habe ich mich spontan dazu entschieden, doch nur einen Beleg zu nähen, statt das Top doppelt zuzuschneiden. Ich hatte Zweifel, ob der Stoff nicht zu fest dafür ist und das Top an Ende nicht schön fällt.

Sommertop_nähen_vorne2

Das Top war recht schnell genäht, da ging es schon an die Träger. Wie oft hatte ich schon Schräbgandformer im Warenkorb und habe sie doch nicht gekauft. Jetzt hätte ich sie soo gut gebrauchen können. Zum Glück ist es nicht weit bis zum nächsten Kaufhaus, in dem es auch eine große Auswahl an Kurzwaren gibt. Kurzerhand habe ich alles liegen gelassen und bin hingefahren. Es gab wirklich viel, doch keine Schrägbandformer. Dann eben schnell zurück an die Nähmaschine und von Hand formen. Träger befestigen und anprobieren.

Sommertop_nähen_hinten

Als ich am Ende vor dem Spiegel stand, fiel mir auf, dass ich durch die spontane Planänderung das D für „doppellagig“ gestrichen. Damit ist mein Beitrag für die #12letterofhandmadefashion wohl hinfällig. Obwohl – wartet – es passt doch! Schließlich ist es nun ein dezimiertes Damentop.

Sommertop_nähen_detail

Psssst. Die Schlitze waren übrigens auch nicht geplant. Ich hatte das Top nur leider so schmal gezeichnet, dass es auf den Hüften stand. Schnell habe ich die Seitennaht ein Stück aufgetrennt, schon geht es. Merkt doch keiner, oder?

Stoff: Crepe in hummer aus dem Stoffshop

Schnitt: Aus dem Kopf

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